FM Benchmarking: So gewinnen Sie valide Vergleiche für Ihre Liegenschaften

Barbara Rütimann
Betriebsökonomin FH in Facility Management
FM Benchmarking für valide Leistungsvergleiche zwischen Liegenschaften

Einleitung: Mehr als nur Zahlen - Benchmarking als strategisches Steuerungsinstrument
FM Benchmarking ist ein wirkungsvolles Instrument, um die Leistungsfähigkeit Ihrer Liegenschaften im Vergleich zu ähnlichen Einrichtungen objektiv zu bewerten. Ein professionell durchgeführtes Benchmarking liefert nicht nur Kennzahlen, sondern eröffnet konkrete Ansatzpunkte für Verbesserungen und strategische Entscheidungen.

Grundverständnis: Was Benchmarking im Facility Management wirklich leistet
Benchmarking im Facility Management geht weit über einfache Kostenvergleiche hinaus. Es ist ein systematischer Prozess, der Leistungskennzahlen, Prozesseffizienz und Managementpraktiken analysiert. Das Ziel ist nicht die reine Positionierung, sondern die Identifikation von Best Practices und konkreten Optimierungspotenzialen.

Die methodische Basis: Drei Ebenen für aussagekräftige Vergleiche

Vergleiche werden auf drei zentralen Ebenen durchgeführt, die zusammen ein umfassendes Bild der Leistungsfähigkeit ergeben.

Die betriebswirtschaftliche Ebene konzentriert sich auf Kosteneffizienz und Wirtschaftlichkeit. Hier werden Kennzahlen wie Kosten pro Quadratmeter, Instandhaltungsaufwendungen oder Energiekosten analysiert und mit Referenzwerten verglichen.

Die operative Ebene betrachtet Prozesseffizienz und Servicequalität. Diese Analyse umfasst Kennzahlen zu Reinigungskosten, Personalproduktivität und Reaktionszeiten bei Störungen.

Die strategische Ebene bewertet die langfristige Performance und Zukunftsfähigkeit. Hier stehen Kennzahlen zur Lebenszykluskosten, Nachhaltigkeitsperformance und Kundenzufriedenheit im Fokus.

Der strukturierte Benchmarking-Prozess in der Praxis

Ein erfolgreiches Benchmarking-Projekt folgt einem klar definierten Ablauf, der methodische Stringenz mit praktischer Anwendbarkeit verbindet.

Die Vorbereitungsphase legt die Grundlagen für aussagekräftige Ergebnisse. In dieser Phase werden die Ziele des Benchmarkings definiert, geeignete Vergleichsobjekte identifiziert und die relevanten Kennzahlen festgelegt. Die Auswahl passender Vergleichspartner ist entscheidend für die Validität der Ergebnisse.

In der Datenermittlungsphase werden die benötigten Informationen systematisch erhoben und aufbereitet. Dies umfasst die Erfassung von Flächendaten, Kosteninformationen, Leistungskennzahlen und qualitativen Parametern. Eine einheitliche Datendefinition und -qualität ist essentiell für vergleichbare Ergebnisse.

Die Analysephase transformiert Rohdaten in verwertbare Erkenntnisse. Hier werden die erhobenen Daten mit den Vergleichswerten abgeglichen, Abweichungen analysiert und die Ursachen für Leistungsunterschiede identifiziert. Moderne Analyseverfahren ermöglichen eine tiefgehende Ursachenforschung.

In der Umsetzungsphase werden die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen überführt. Auf Basis der Analyseergebnisse werden Optimierungspotenziale priorisiert, Handlungsempfehlungen entwickelt und ein Umsetzungsplan erstellt.

Kritische Erfolgsfaktoren für aussagekräftige Vergleiche

Die Qualität von Benchmarking-Ergebnissen hängt von mehreren Faktoren ab. Die Vergleichbarkeit der Daten ist grundlegend, unterschiedliche Bilanzierungsmethoden oder Abgrenzungen verfälschen Ergebnisse. Ein ausgewogener Kennzahlenmix verhindert einseitige Betrachtungen und bildet die komplexe Realität ab. Die kontinuierliche Durchführung ermöglicht die Messung von Fortschritten und die Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen.

Typische Kennzahlen für aussagekräftige FM-Vergleiche

Für eine umfassende Bewertung haben sich verschiedene Kennzahlengruppen bewährt. Flächenkennzahlen wie Kosten pro Quadratmeter oder Flächeneffizienz bilden die wirtschaftliche Basis. Technische Kennzahlen zu Instandhaltungskosten oder Energieverbräuchen zeigen die operative Performance. Qualitative Kennzahlen zur Nutzerzufriedenheit oder Servicequalität runden das Bild ab.

Vom Vergleich zur Verbesserung: Benchmarking als kontinuierlicher Prozess

Erfolgreiches Benchmarking endet nicht mit der Ergebnispräsentation. Die nachhaltige Wirkung entfaltet sich durch die Integration in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Regelmäßige Wiederholungen messen Fortschritte, die Adaption von Best Practices treibt kontinuierliche Verbesserungen voran, und die strategische Einbettung sorgt für langfristige Wirkung.

Häufige Herausforderungen und deren Lösung

Typische Herausforderungen wie Datenverfügbarkeit, Vergleichbarkeitsprobleme oder mangelnde Ressourcen lassen sich durch klare Prozesse, standardisierte Erhebungsmethoden und den Einsatz spezialisierter Tools bewältigen.

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